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Katharina

"Kielboote sind was für ältere Leute." Paul Elvstöm (damals 70 Jahre)

Jun 302014
 

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Sooooo und jetzt versuchen wir alle ganz ernst zu gucken, schließlich sind wir nicht zum Spaß auf der Kieler Woche, sondern zum Regattasegeln....

Flauten- und Gewitterbedingt mussten wir allerdings leider viel Zeit am Bierstand und am Grill verbringen.

Okt 292013
 

Saunacup-Siegerehrung

Seltener Anblick: Zwei OSGler auf dem Podium.

Beim Saunacup der 505er in Leipzig kamen nach vier Wettfahrten jeweils Teams die zu 50% aus OSG bestanden auf die Plätze 1 und 3. Als Preise gabs übrigens schicke Mützen.

Einen Regattabericht gibt es hier.

Sep 022013
 

"Regatta-Segeln? Nein, ich segel nur zum Spaß." Diese Antwort hört man gelegentlich in der OSG auf die Frage, ob man auch Regatten segeln würde. Mit Spaßsegeln ist dann endweder das entspannte Feierabendsegeln oder das konsequente Halbwind-Hin-und-Her-Heizen bei viel Wind auf Gleitjollen gemeint. Der Regattasegler kämpft sich dagegen verbissen durch langweilige Up-and-Down-Kurse und kommt nie in den Genuß des Halbwind-Segelns - so manchmal die landläufige Steg-Meinung. Dieses konnte nun bei der Europameisterschaft der 505er in Medemblik am Ijsselmeer wiederlegt werden.

Zwei OSGler haben sich mit ihrem 505er auf den Weg nach Holland gemacht um nach 4 Tagen erneut festzustellen, dass Regattasegeln richtig viel Spaß macht und auch Halbwind-Elemente enthalten kann. Auf der Hin-und Rückfahrt  zur Regattabahn wurde der vermutlich längste Halbwind-Ritt in Gleitfahrt in der OSG-Geschichte gesegelt (gut 2 Seemeilen). Da haben auch Regattasegler ein breites Grinsen im Gesicht!

Und die Europameisterschaft zu segeln hat natürlich auch riesigen Spaß gemacht. Mit den Tücken eines 90-Boote-Felds zu kämpfen, nachdem man den Start versemmelt hat, zwischendurch festzustellen das man im Vergleich zu Anderen richtig schnell ist, um dann an der Tonne trotzdem hinten anzukommen oder mit weit aufgerissenen Augen über den eigenen Speed unter Spinaker zu staunen und nach den Wettfahrten mit den Lieblingsgegnern ein Bier zu trinken ist nicht nur spannend sondern einfach großartig. Dazu kam eine gute und entspannte Veranstaltungsorganisation, Sonnenschein und ein Zeltplatz mit Blick auf ein klasse Segelrevier.

Die unterschiedlichen Wind- und Wellenbedingungen haben uns zu schaffen gemacht.  Den drehenden, löchrigen Leichtwind der ersten beiden Tage haben wir nicht verstanden, aber zum Glück waren wir da nicht die Einzigen. Bei bis zu 28 Knoten Wind und kurzer steiler Ijsselmeer-Welle an den darauffolgenden Tagen die Grenzen des eigenen Könnens und des Materials zu testen war eine echte Aufgabe, die wir ganz gut und mit nur einer kaputten Segellatte gemeistert haben. Im Kentern scheinen wir eine gewisse Routine mitzubringen. Die Kenterungen haben wir an der Kreuz erledigt, das ist erwiesenermaßen zeitsparender als unter Spinnaker. Und unser oberstes Ziel nicht Durchzukenten um in dem flachen Wasser den Mast nicht abzubrechen, haben wir auch erreicht. Irgendwann ist es uns auch endlich gelungen die richtige Kursseite zu erkennen - auf dem Weg zum Buffet war die linke Seite klar bevorteilt.

Da Reisen ja bekanntlich bildet, haben wir auch kulturell dazugelernt: Dänen kentern doch, Finnen stapeln zwei Doppeltrailer übereinander um mehr Boote gleichzeitig trailern zu können und Holländer haben andere Sitten Fisch zu servieren (man greife einen öligen Hering an der Schwanzflosse und dippe ihn in einen Teller kleingehackte Zwiebeln und bugsiere das Ganze irgendwie in den Mund - wie man elegant die zugehörigen Gurkenscheiben an den Fisch bekommt bleibt ein Rätsel...).

Da diesmal nur ein Boot für die OSG gestartet ist (Jens und ich auf GER 8500), war der Kampf um den Titel "schnellstes OSG-Boot Europas" schnell entschieden. Nach 9 Wettfahrten sind wir immerhin auf der ersten Seite der Ergebnisliste gelandet (Platz 64 von 89). Der Europameister-Titel ging an die Bojsen-Möller-Brüder aus Dänemark, gefolgt von den deutschen Teams Bogacki/Dehne und Schomäker/Jess. Herzlichen Glückwunsch!

Unser Fazit: Schönes Segelrevier, entspannte Atmosphäre, viel gelernt, noch viel zu lernen und ganz viel Spaß!

Weitere Fotos von der EM gibts hier.

Aug 082013
 

 4 von 7 OSGlern nutzten eine Startverschiebung auf der Travemünder Woche um im Riesenrad einen Überblick über die Windverhältnisse in der Lübecker Bucht zu bekommen. Und ja, man kann im Neoprenanzug Riesenrad fahren. Die Gondel bot übrigens keine sinnvolle Möglichkeit um sich mit dem Trapezhaken irgendwo einzuhängen.

Jul 312013
 

Anlässlich der aktuellen Diskussionen zum Thema Überwachung sei hier auf die Alster-Webcams hingewiesen, die auch eine lückenlose Verfolgung der 24-Stunden-Regatta am 3./4. August ermöglichen.

Von der OSG sind drei Teams auf  "Almar",   "Drumbo" und  "Kenternix" am Start. Kaum noch Wegzudenken von dem Regattakurs zwischen dem langen Zug und Tonne 3 ist unser Schwertzugvogel "Almar", der seit Jahren an der Regatta teilnimmt. Kielzugvogel "Drumbo" dürfte ernsthafte Siegchancen haben, während das Team auf der Bahia "Kenternix" sich Gedanken über nächtliche Kenterungen macht.  Aber zurück zu der Möglichkeit die Regatta vom Sofa aus zu betrachten. Alles was man dazu braucht ist einen Internetanschluss, einen Rechner, ein Sofa und eine Portion Langeweile.

Die Webcam alsterwetter.de  dürfte jedem Alstersegler bekannt sein. Auf dem unteren Bild der Webcam im langen Zug, wird man dieses Wochenende direkten Blick auf die Wechselzone der Regatta haben. Hier müssen die teilnehmenden Teams nach jeder Runde in fliegendem Wechsel mindestens ein Crew-Mitglied austauschen. Von da aus geht es aus dem langen Zug raus, um eine Wendemarke richtung Süden. Die Boote sollten dann hier zu sehen sein. Auf dem Weg von Tonne 1 zu Tonne 3 kommen sie an einer Webcam oberhalb der Kajüte vorbei und passieren dabei noch eine weitere Webcam mit Blick auf die Außenalster, um dann wieder an der alsterwetter-Kamera am HSC-Steg (oberstes Bild) vorbeizusegeln.  Einen ganz groben Überblick darüber, wie voll es gerade auf der Alster ist, kann man sich mit einem Blick der Mundsburg-Kamera verschaffen.   
Deutlich spannender wird der Blick auf die Tonne 3, wo sich heiße Regatta-Szenen abspielen werden. Gut das die Webcam keinen Ton überträgt... Von Tonne 3 geht es auf einem langen Bahnschenkel am Alsterufer entlang (drittes Bild) zurück zum langen Zug. Und falls sich jemand so richtig gründlich verfahren sollte, seht ihr es hier.

Drauf hingewiesen sei noch dass keine der Webcams in der Lage sein wird die Stimmung auf der Alster, geschweige denn die Spannung einer Regatta einzufangen und wiederzugeben. Sei es das Segeln bei Sonnenaufgang begleitet vom Vogelgezwitscher oder eine erfrischende Wasserschlacht in brütender Mittagshitze zwischen Tretbooten und Holzpiraten, die Geräusche die trainierenden Ruderboote im Regattafeld verursachen, Positionskämpfe an den Tonnen oder der leicht muffige Alstergeruch. Anfeuern geht übrigens vom Sofa aus auch schlecht.

Also: Rechner ausschalten, Segelsachen packen und auf zur Alster! Und an diesem Wochenende natürlich gerne  ein Fanboot Eurer Wahl klarmachen und die teilnehmenden OSG-Boote der 24-Stunden-Regatta anfeuern. Und seid Euch gewiss, ihr werdet dabei beobachtet!

 

Jul 222013
 

Wenn man sich den Wind doch nur selber einteilen könnte... Der erste Trapez- und Gennaker-Workshop fiel wegen ganz ekeligem Wetter leider aus, im zweiten Workshop kämpften die TeilnehmerInnen mutig mit böigen 5-6 Windstärken und beim dritten Workshop freute man sich über den kleinsten Windhauch, der den Gennaker überhaupt zum stehen brachte.

Trockenübungen auf der Impi

Im Rahmen von Weitersegeln! sollten mit den eintägigen Workshops die grundlegenden Techniken des Trapez- und Gennakersegelns vermittelt werden - quasi als Anregung zum Weitersegeln und Weiterlernen. Das Trainerteam bestand aus unseren zwei frisch lizensierten Segellehrern Claudia und Thomas und Katharina mit viel Praxiserfahrung im Spinaker ver- und entknoten.

Los gings erst mal mit Theorie zum Thema Trapez-Segeln. Thomas erklärte unter anderem, warum man schneller segelt wenn der Mast gerade nach oben zeigt. ("Ach so, der gehört nach oben..".). Anschließend ging es mit der Impi zur Boje, um in Ruhe auszuprobieren, wie man am besten aus dem Trapez rein- und rauskommt.  Dann ging es mit den Bahias aufs Wasser. Leider reichten die 4kn Wind nicht aus um tatsächlich im Trapez zu segeln. Also wurden die Steuerleute nach Lee gesetzt und die Krängung künstlich simuliert. Ging auch...

Das legendäre Modell-Böötchen

Nach dem Mittagessen -natürlich vom Grill- gabs dann Theorie zum Thema Gennaker. Mit Hilfe eines Modellböötchens wurde erklärt, wann man den Gennaker benutzt, wie man halst und worauf es ankommt. Auf dem Wasser wurde anschließend mit Begeisterung das Setzen, Fahren und Bergen des Genakers geübt.   Sogar eine Gennaker-Wende, die den Teilnehmern vorher mühsam ausgeredet wurde, wurde versuchsweise gefahren.

Irgendwann schlief leider das letzte Bisschen Wind ein und das Trainerteam wollte eigentlich die Boote in den Hafen schicken. Aber die flirrende Sommerhitze sorgte dafür, das sich einige Teilnehmer sehr für das Thema Kentern interressierten. Unter Hölperbegleitung wurde eine Bahia umgeschmissen und Schritt für Schritt das Aufrichten geübt. Schnell gesellten sich die anderen beiden Bahias dazu und schlossen sich dem Bade-Event an.

Hier eine bebilderte Aufrichtanleitung für den Fall der Fälle:

Mai 232013
 

Wohl denen, die am Freitag vor Pfingsten früh genug am Wittensee waren und noch etwas vom Wind abbekamen. Raus aus dem Auto, rein in Neopren- oder Trockenanzug und schnell noch ne Runde aufs Wasser, bevor der Grill angezündet wird. Die Windvorhersage war nicht berauschend, aber sie änderte sich stündlich - es gab also noch Hoffnung.

Bahia-EinweisungSamstag wurde bei Leichtwind und vereinzelten Böen mit 3 Bf. dann gesegelt, Rollwenden geübt und der Aufbau von Kat und Bahia erläutert. Für Naturfreunde bot sich die Möglichkeit vom Ufer aus allerlei Getier zu beobachten. Neben einer Massenschlägerei zwischen Blässhühnern konnten Bisamratten und ein Seehund gesichtet werden.

Der Seehund entpuppte sich jedoch als Steghund Cordy, die Anstalten machte den gesamten See zu durchschwimmen, um Peter und Michael im 505er zu folgen. Hätte ja sein können, dass die beiden noch Kekse an Bord hatten…. So musste also ein COB-Manöver (Cordy-on-Bord-Manöver) gefahren werden, der Hund aus dem See geborgen werden und dem Hund erklärt werden, dass 505er im Allgemeinen nicht von schwimmenden Hunden eingeholt werden können.

CoB-Manöver

CoB-Manöver

Flautensegeln

Flautensegeln

                                                                                                                                                                                 Aber auch am Sonntag schwammen merkwürdige Dinge über den See. Der Wind hatte sich auf eine weitgehend stabile Flaute eingependelt. Vereinzelt versuchten sich noch einige OSGler mit Segeln, andere hatten schon aufgegeben.

Man sagt ja, dass länger anhaltende Flaute schon Seeleute verrückt gemacht hat…. Aber was passiert wenn OSGler gelangweilt auf Wind warten? Sie suchen sich ein neues Betätigungsfeld, entwickeln ungeahnte Kreativität, gehen einem nicht mehr ganz neuen Trend nach und scheuen nicht davor zurück sich total zum Horst zu machen. Inspiriert von einem Blogbeitrag auf Segelreporter über das Internet-Phänomen „Harlem-Shake“*  auf Segelbooten, sah man plötzlich Menschen mit Eimern und anderem merkwürdigen Kopfputz am Steg auftauchen und den Laser klar machen. Am Stegkopf wurde ein Filmset vorbereitet, eine Kamera befestigt und letzte Regieanweisungen gegeben. Was dann folgte ist schwer mit Worten zu beschreiben…

Hier ein paar Bilder vom „Making-of “:

Das Endergebnis, den WITTENSEE-HARLEM-SHAKE könnt ihr hier bewundern - uuuund Action…

Am Pfingstmontag ging dann windmäßig überhaupt nichts mehr und nach dem Frühstück wurde gleich mit Aufräumen und Boote verladen begonnen. Schade, aber Spaß hat´s trotzdem gemacht. Ein dickes Dankeschön an die Filmcrew und natürlich an den WSCW, dass wir das Gelände, den See und den Grill nutzen durften!

*Harlem Shake = ein sinnfreier Tanz, der durch das  rhythmische Zurückreißen der Schultern und gleichzeitige Stoßbewegungen der Hüfte gekennzeichnet ist.

Apr 262013
 

Champions league schön und gut - 22 Leute die hinter einem Ball her rennen...Gähn... Widmen wir uns doch mal einem wirklich interessanten Sport-Event: 152 Leuten die um drei Tonnen segeln!

Auf Barbados startet morgen die Weltmeisterschaft der 505er, auf der auch ein OSGler segelt. Enno (GER 9000) hat auf der Pre-WM angeblich bereits ein englisches Schiff versenkt (oder zumindest durchlöchert) und zusammen mit seinem Vorschoter erfolgreich einen großen Teil des Feldes vor sich her gescheucht.  Wir drücken die Daumen für die WM!

Bei Rum-Punsch unter Palmen und vor türkisblauer Meereskulisse wird unter den Teilnehmern diskutiert, ob nicht jedes Jahr eine WM auf Barbados stattfinden sollte.  Foto: Christophe FavreauDie daheimgebliebenen werden mit karibischen Fotos und begeisterten Emails gequält, in denen von Reggae-Partys, Strand und Sonne und Segeln im Shorty die Rede ist. Allerdings auch von Spibaumverletzungen und einem immer noch fehlenden Container mit Booten.

Der Hamburger Flotti berichtet soeben über Wind und Welle:  "Die Bedingungen sind sehr herausfordernd, weil die ehemals sehr lange Antlantikwelle durch die Inselablenkung zerbröselt wird und zwar die gleiche Höhe aber spürbar kürzer in der Abfolge ist. Und wenn sie dann noch unsymetrisch zum Wind kommt wirds echt wie in der Waschtrommel. Wenn sie dann in den Neo im Rücken rauscht ist es aber warm und schon fast eine willkommene Abkühlung." Für die WM wird mit durchschnittlich 20 Knoten Wind gerechnet. Eine Wettfahrt dauert 2-2,5 Stunden. Sicherlich kein Kaffesegeln.

Enno vorm Raumfass

Enno vorm Raumfass

Den Pressebericht zur Pre-WM gibt es hier.

Dank des Sponsors können alle Rennen ab dem frühen Abend life und wahlweise in 2-D oder als 3-D-Animation verfolgt werden. Aber seht selbst: http://www.sap505worlds.com/

Unter "sailing analytics" findet man ein tolles Spielzeug und kann versuchen taktische Entscheidungen nachzuvollziehen oder einfach mitfiebern und staunen.

Ich wage jetzt schon die optimistische Prognose, das die OSG im nächsten Jahr mit 6-8 Teilnehmern auf der WM vertreten sein wird. Dann zwar leider nicht unter Palmen, dafür aber mit frischer Ostsee-Brise im eigenen Land. Ich geh jetzt schon mal trainieren...

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29.4.2013: Ein Update zur WM findet hier. Drei  Deutsche Teams auf den ersten drei Plätzen- was ein grandioser Auftakt! Aber noch ist alles offen. Noch 5 Wettfahrten zu segeln...
Auch Enno schlägt sich tapfer und hat sich auf Platz 58 vorgearbeitet.

02.05.2013: OSG Olé! Platz 57! Aber auch ganz vorne im Feld wird es spannend: http://www.sap505worlds.com/live-mashup/race-results/... könnte flaggenmäßig etwas eintönig werden bei der Siegerehrung... Morgen dann das alles entscheidende Rennen - ich gucks live in 2-D.

03.05.2013: Und der neue Weltmeister kommt von der Alster! Claas Lehmann und Leon Oehme haben den Titel geholt. Vizeweltmeister ist das Team Boehm/Roos, gefolgt von den Altmeistern Hunger/Jess und Enno/Markus mit Platz 53! Herzlichen Glückwunsch allen!

 

Okt 312012
 

Nachdem das Team mit OSG-Beteiligung bei der 505er-Regatta in Leipzig am letzten Wochenende am ersten Wettfahrtstag vor Kälte und Schneesturm kapituliert hat, ist es nun Zeit für echte Helden.

Am 10./11. November steht die letzte Regatta der Saison an: „Die Letzten Helden“ auf der Elbe.

Bisher haben drei  OSG-Teams (auf den Privat-505ern GER 8932, GER 8500 und auf der „7up“) geplant das Fahrwasser zu queren und im  Mühlenberger Loch heldenhaft mit Tide, Sandbänken, kalten Füßen und dem Rest des Feldes zu kämpfen.

Noch ist die Meldeliste offen, vielleicht gesellt sich ja noch das ein oder andere OSG-Boot dazu. Zugelassen sind alle reviertauglichen Einrumpfboote. Es gibt Klassen- und Yardstickwertung. Gegen Durst und Kälte gibt’s ein Glühweinversorgungsschiff auf der Bahn.

Zur Meldung geht’s hier: www.bsc-hamburg.de

Die Ausschreibung gibts hier.

Wir sehen uns an der Luvtonne,

Katharina

Aug 222012
 

Regelmäßiges Regattasegeln lohnt sich. Zu dieser Erkenntnis kamen gleich fünf 505er-regattasegelnde OSGler bei einem Blick auf die Qualifikationsliste für die Internationale Deutsche Meisterschaft (IDM). So viele qualifizierte Segler hatten wir in unseren Reihen gar nicht vermutet. Ein Team behauptete sogar überqualifiziert zu sein. Mindestens 9 Wettfahrten und ausreichend Ranglistenpunkte im Qualizeitraum sind nötig um starten zu dürfen. Und wenn die IDM dann in einem so schönen Revier wie der Flensburger Förde stattfindet, segeln wir doch einfach mit.

39 Boote aus drei Nationen haben gemeldet. Die OSG ist in zwei Booten vertreten. Katja und Christian sitzen in einem Boot, Katharina und Enno in einem anderen. Chancen auf den Meistertitel haben wir nicht. Gewinnen werden wir trotzdem – an Erfahrung. Für den Titel „Meister der Herzen“ wird’s wohl reichen.

Wir haben 4 Tage 505er-segeln vor den Ochseninseln vor uns. Könnte anstrengend werden, da das Revier vor Glücksburg zumindest an Regattatagen zu Starkwind neigt. Erfahrungsgemäß ballert es immer mit gefühlten 6-7 Windstärken. Folgender Dialog, der im Vorfeld der IDM zwischen zwei OSGlern stattfand, gibt die Windsituation ganz gut wieder: „Ich hoffe mal dass in Flensburg nicht so viel Wind ist.“ „Nee, Flensburg ist dafür bekannt das dort nie viel Wind ist, da ist immer gleich sehr viel Wind.“

Bevor es losgeht ist wie immer jede Menge zu tun, der Sport ist wirklich aufwändig: Auto packen, Trailern, Zelte und Boote aufbauen, Anmelden, Boot basteln, schnacken, andere Boote bestaunen, daraufhin irgendwas ameigenen Boot wieder umbasteln, schnacken, optimieren, Leinen tauschen, schrauben, vielleicht segeln, vielleicht auch noch die Segelanweisung lesen (erwiesenermaßen vorteilhaft) und den Wetterbericht studieren (nicht nötig, ballert eh mit 6-7 Windstärken) und dann endlich - ein wohlverdientes Bier trinken. Am nächsten Morgen müssen Boote, Segel und Masten zur Vermessung, um festzustellen, ob das was wir da auf dem Trailer haben auch wirklich ein 505er ist. Zu leichte Boote bekommen Bleiklötze eingeschraubt damit sie ins Klassenreglement passen, die ein oder andere Messmarke muss nachgemalt werden, meistens passts. Und dann gehts auch „schon“ los.

Vielleicht schaffen wir es ja an dieser Stelle live von der Regatta zu berichten - ansonsten bis demnächst am Steg.

Katharina