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Aug 172012
 

... trifft sich nächste Woche wieder.

Was das ist?  Das ist eine Gruppe, die sich auf dem Burgtreffen im letzten Winter gegründet hat.

Aufgabe der Gruppe ist es, möglichst bis zur nächsten Vollversammlung, ein Konzept zu entwickeln (und vorzustellen) wie sich unsere Flotte unter Berücksichtigung aller Aspekte entwickeln soll/muss/kann.

Ein erstes Treffen gab es bereits und 3 bis 5 weitere sind geplant.

Es ist eine geschlossene Gruppe aus 8 Personen. Dabei sind:

  • Uwe Petersen
  • Ulrich Hartge
  • Olav-Sven Becker
  • Andreas Meineke
  • Katja Henge
  • Hemut Bruns
  • Thomas Timmler
  • und ich ... Ingo Ehrlich

Ich selber bin gespannt, was dabei heraus kommt...

Schauen wir mal!

Wenn es spannende "Zwischenstände" geben sollte werde ich (werden wir) hier darüber informieren.

 

Aug 062012
 

Ein Segel-Erlebnis der ganz besonderen Art: ob in Flaute oder Böe, bei Regen oder Sonnenschein, ob Anfänger oder Profi, hundemüde oder hellwach... Für knapp 30 Segel-Teams aus Deutschland hieß es am 4. und 5. August 2012 auf der Hamburger Außenalster wieder 24 Stunden Kräftemessen beim Race um die begehrte Sanduhr. Aber vor allem: jede Menge Spaß miteinander teilen!

Countdown 24h RegattaKurz nach 13 Uhr ertönt der Startschuss für die neunte 24-Stunden-Regatta, wieder toll organisiert und betreut vom Akademischen Seglerverein (ASV) und vom Hochschulsport Hamburg.

Dicke Gewitterwolken hatten sich kurz zuvor noch mit dunklem Grollen und Platzregen eleichtert, um dann pünktlich zum Start der Sonne Raum zu geben.

Von der Sierichstraßenbrücke versuche ich in dem Knäuel aus weißen Segeln Kielzugvogel Drumbo zu orten. Als sich das Feld weiter auseinanderzieht, entdecke ich ihn vorderer Front. Sieht so aus, als hätten Peter und Christopher einen sauberen Start hingelegt.

Armchair SailorsLustige 'Armchair-Sailors'

An der Base des ASV herrscht lockere Stimmung. Clubraum, Schuppen und Bootshaus haben sich schnell in großflächige Massenschlaflager verwandelt. Matratzen reihen sich an Isomatten, darauf verteilt ein buntes Durcheinander aus Segelausrüstung, Schlaf- und Rucksäcken. Die Teams haben es sich auf den besten Plätzen am Steg bequem gemacht. Besonders Ungeduldige erwarten ihre Startcrew bereits am Wechselsteg. Am Verpflegungstresen gibt es Kaltgetränke, Snacks und heißen Kaffee. Es wird gefachsimpelt, geklönt, gelacht. Und natürlich wissen und können wir am Steg hinterbliebenen 'Armchair-Sailors' sowiso alles viel besser als die Teams an Bord... 😉

Erster WechselBewegung am Wechselsteg

Die ersten Boote schieben sich ins Blickfeld...  und mit Ihnen kommt Bewegung ins Süße Nichtstun. Via Walkie-Talkie werden knackende-rauschende Durchsagen zu estimated Arrival-Times und Wechselcrews gefunkt, dann schnell Regenhose, Handschuhe und Schwimmweste übergestreift und ab zum Wechselsteg, wo sich bereits weitere Crewmitglieder, Zuschauer und Fotografen tummeln, um life beim ersten Rundeneinlauf dabeizusein.

Jetzt schiebt sich auch Drumbo ins Blickfeld. Katharina löst Peter ab, Olav leistet Hilfestellung. Wichtig: bei jedem Wechsel so wenig Fahrt wie möglich verlieren! Denn: Boote vom Steg abstoßen ist nicht...

Und schon sind sie wieder draußen, auf dem Weg in die zweite, dann dritte, vierte, fünfte, .... Runde,  mit Claudia, Olav, Jens, Daphne, mir und schließlich wieder Peter, Christopher, und Katharina zur Team-Ablöse. Drumbo ist flott unterwegs und macht selbst bei wenig Wind unglaublich viel Spaß. Wen wunderts noch, dass dieser Name seit je her mit Ehrfurcht in der Stimme ausgesprochen wird. Eine um die nächste Runde schiebt er sich weiter nach vorn. Laut Ranglisten haben wir uns wohl irgendwo zwischen dem 2. und 4. Platz eingependelt.

Schmetterlingssegeln in AbendstimmungAbendstimmung...

Zum Abendbrot gibts Leckereien vom Grill und wir genehmigen uns das erste Bier. Auch für Vegetarier ist üppigst gesorgt: Schafskäse im Gemüsebett - Lecker!

Das rege Treiben am Steg geht über in gelockerte Abendstimmung. Die untergehende Sonne taucht den Himmel in wunderschöne Pastellfarben bis  schließlich auch das letzte Tageslicht weichen muss.

Die ersten Crewmitglieder haben ihre Nachtlager in Bus, Home oder Bootsschuppen aufgesucht, auch ich verkrümle mich gegen Mitternacht für zwei Stunden in meinen Kombi, um gegen 2 Uhr Nachts von Katharina und Olav aus dem Schlaf gerissen zu werden. Leicht schlaftrunken übernehme ich mit Christopher die nächste Runde.

Abendstimmung am StegAlster bei Nacht

Es ist schon ein ganz besonderes Gefühl, nachts um 2 Uhr unter Segeln über die Alster zu gleiten. In der Stadt, die niemals schläft und in der es niemals so richtig ruhig zu werden scheint. Von den Ufern und Stegen der Alsterclubs klingt Musik, Lachen und Stimmengewirr herüber. Dicht hinter uns grölen ein paar Halbstarke und wundern sich lauthals über uns 'bekloppte' Segler, die nachts nichts Besseres zu tun haben, als bei Flaute auf der Alster herumzudümpeln. Plötzlich ein Platschen in Ufernähe… Werfen die Idioten tatsächlich Flaschen nach uns?! Egal, wir haben genug Abstand. Am Himmel zeigen sich schließlich erste Dämmerstreifen - ein paar Vogelstimmen begrüßen den Morgen. Wow!

Frühstück an Bord

Nach dem nächsten Crew-Wechsel übernehme ich - auf dem Deckchair im Schlafsack eingerollt - mit Walkie-Talkie und Logbuch auf dem Schoß die Früh'wache'. Die Runde von Peter und Claudia scheint sich endlos hinzuziehen... Ich merke, wie ich immer wieder einnicke, bis Drumbo schließlich in den Funkraum kommt. Ich wechsle für Peter ein, weiter gehts mit Blond-Girl-Power-Antrieb. Unterwegs werden wir sogar mit belegten Brötchen versorgt - fast wie Frühstück ans Bett... was für ein Service! Crew und Orga: You guys rock!

Der nächste Wechsel gestaltet sich abenteuerlich... Fünf Boote belagern bei Flaute hinter-, neben-, durcheinander den Wechselsteg.... da ist kein Zwischenkommen. Nach Absprache treiben wir schließlich an den anderen vorbei zur vorderen Stegspitze, wo wir von unserer frisch ausgeschlafenen Wechselcrew bereits  erwartet werden, um die letzten Runden zu übernehmen.

Team DrumboZweiter Platz für Team Drumbo!

Hurray! Wir können unser Glück kaum fassen, als nach den letzten Yardstick-Korrekturen das Regattaergebnis vorliegt: Zweiter Platz für Team Drumbo hinter Harriboot!

Dank Euch großartiger Crew und dem super Orga-Team für ein unvergessliches Segelevent! Was für ein Spaß! Ich will noch mal - nächstes Jahr... 🙂       - Eure Tanja